Er hat in nur drei Spielfilmen mitgewirkt. Und doch haben die Rollen des jungen Rebellen ihn zur Symbolfigur einer ganzen Generation gemacht. Sein früher Tod durch einen Autounfall machte ihn zur Legende. Wenige Tage vor seinem Tod hatte James Dean noch einen Werbespot zum Thema Verkehrssicherheit aufgenommen….
Es ist der 30. September 1955, kurz vor 18 Uhr. Abenddämmerung legt sich über die California State Route 41 bei Cholame im US-Bundesstaat Kalifornien. Etwas Silbernes glänzt in den letzten Strahlen der Sonne, auf Höhe der Kreuzung zur Bundesstraße 46.
Es sind die Wrackteile eines Porsche 550 Spyders, der in der Straßenböschung liegt. Es ist der Wagen des 24-jährigen James Byron Dean. An diesem Abend wird der Junge aus Indiana zur Legende.
James Dean hat gerade mal in drei Filmen den jugendlichen Rebellen gemimt – und wird damit zum Sinnbild einer ganzen Generation. Er ist die Symbolfigur der Jugend im konservativen Amerika der 50er- und 60er-Jahre, ein Rebell, der gegen die etablierten Strukturen aufbegehrt.

Jimmy, wie ihn seine Mutter liebevoll nennt, schert sich nicht um das, was ihm die anderen sagen. Jura soll er studieren, fordert Vater Winton, ein Zahntechniker, von ihm. Doch James belegt lieber Theaterkurse, geht nach New York, um am Broadway zu spielen. Tatsächlich wird er von Regisseur Elia Kazan, der auch schon Marlon Brando zum Star machte, entdeckt.
Von seinem ersten Gehalt für “Jenseits von Eden” kauft sich Dean einen gebrauchten Sportwagen. Der Hollywood-Star lebt ganz nach dem Motto seiner Generation “live fast, die young”, schnelle Autos und Rennen sind seine großen Leidenschaften – neben der Schauspielerei.

Am Abend des 30. Septembers 1955 ist Dean zusammen mit seinem Freund, dem deutschen Mechaniker Rolf Wütherich in seinem Porsche 550 Spyder, den er “Little Bastard” tauft, auf dem Weg zu einem Autorennen in Salinas, Kalifornien.
“Die Straße erschien wie ein graues Band, das eine gleichförmige Landschaft durchschnitt”, soll Wütherich später zu Protokoll gegeben haben. Eine denkbar ‘langweilige’ Strecke: Eine Landstraße umgeben von karger Landschaft und ohne enge Kurven. Eine Strecke, die eigentlich zum Schnellfahren einlädt. Doch Dean fährt – entgegen anhaltender Gerüchte – nur knapp 90 Stundenkilometer, wie eine spätere Rekonstruktion des Unfalls ergibt.
Trotz der Abenddämmerung hat James Dean die Scheinwerfer noch nicht angeschaltet. Und auch den Sicherheitsgurt, den sich der 24-Jährige eigens in den Porsche eingebaut hatte, hat Dean nicht angelegt.
Um 17 Uhr 59 taucht plötzlich ein Wagen auf der Landstraße auf. Es ist der Ford des 23 Jahre alten Studenten Donald Turnupseed. Nach mehrmaligem Beschleunigen und Abbremsen biegt der plötzlich unvermittelt nach links in die Kreuzung ab.
“Der Kerl muss anhalten … Er wird uns sehen”, soll Dean noch seinem Beifahrer gesagt haben. Doch Student Turnupseed sieht ihn nicht. Er nimmt Dean die Vorfahrt und kracht frontal in den Porsche 550 Spyder.
Wütherich wird aus dem Fahrzeug geschleudert und erleidet einen Kieferbruch. Der Student kommt mit einem Schock davon. James Dean aber wird an dem Abend mit einer gebrochenen Wirbelsäule, einem zerschmetterten Brustkorb und einem gebrochenen Kiefer aus dem Autowrack geborgen. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus erliegt er seinen schweren Verletzungen.

Ironie des Schicksals: Zwei Wochen vor seinem tödlichen Unfall hatte James Dean noch einen TV-Spot zum Thema “Verkehrssicherheit” aufgenommen. Seine letzten Worte in dem Spot: „Fahrt vorsichtig! Vielleicht bin ich es, dem ihr damit eines Tages das Leben rettet.”
James-Dean-Werbespot für “Verkehrssicherheit” (1955):
Am 9. Oktober 1955 wird Deans Leichnam auf dem Park Cementary in Fairmount beigesetzt. Da ist der junge Rebell längst unsterblichen geworden.
Übernommen von Yahoo Kino


